14. November 2014

Der Mittelpunkt des Universums


7 Fakten über mich soll ich finden - da musste ich erstmal ganz schön grübeln. Kathi von kullerkind hats vorgemacht, also halt dich ran, Blaine.


Nr. 1
Ich steh total auf Tattoos, hab selbst aber kein einziges. Was in erster Linie daran liegt, dass ich mir - wenn dann - nicht eins stechen lassen würde, sondern die ganzen Arme voll. Also so alles oder nichts.

Nr. 2
Bis vor einiger Zeit war ich der übelste Zocker. MMORPGs. Genauer gesagt: ein MMORPG. Für alle Nicht-Suchler: Das sind Onlinerollenspiele (bekanntester Vertreter ist World of Warcraft - das wars bei mir übrigens ned...). Und ich war da an vorderster Front dabei, d. h. mehrere Stunden am Tag zocken. Wobei sich "mehrere Stunden" trotzdem noch brav anhört. Es waren 7, oder 8. Oder auch mal 9. Pro Tag. Ja ich weiß. Krass. Und dann war der ganze Spuk irgendwie schlagartig wieder vorbei. Rückblickend seltsam.

Nr.3
Ich gehe für mein Leben gern auf Flohmärkte. Dabei bin ich allerdings keine wirklich gute Begleitung, weil ich jeden Stand Millimeter für Millimeter abscanne. Nicht, dass mir am Ende noch DAS perfekte Ding entgeht ;) Ich bin also ziiiemlich langsam gründlich, weshalb ich lieber alleine hingehe.

Nr. 4
Ich liebe das Geräusch von raschelnden Blättern und kann im Herbst an keinem Laubhaufen vorbei gehen, ohne mit den Schuhen durchzuwaten und die Blätter aufzuwirbeln.

Nr. 5
Manchmal entdecke ich Gesichter in allen möglichen Dingen: z. B. in nem Haus, dass durch die Anordnung von Fenstern, Kamin und Balkon aussieht wie ein kleines Männchen. Oder erst vor Kurzem hab ich festgestellt, dass zwei Regler bei meinem Bügeleisen aussehen wie Augen und das rechteckige Lämpchen darunter einen lustigen Mund dazu ergibt ^^ Da kann ich mich dann tagelang drüber freuen.

Nr. 6
Beim Fernsehen fiebere ich richtig mit. Ich kann mir nix ansehen, ohne es zu kommentieren. Egal ob Show, Serie oder Film - wenn es spannend, oder nervig, oder lustig, oder süß ist, sag ich das auch.

Nr. 7
Ich liebe asiatisches und indisches Essen. "Gutbürgerliche" Kost gibts bei mir fast ned, und wenn, dann denk ich mir meistens "... hättest du doch was anderes gekocht".  

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Und so ein hochtrabend anmutender Blog-Award (uuuhhh) braucht natürlich auch noch ein paar Nominierungen. Genau, ein pPaar, nämlich zwei ;P Vielleicht habt ihr ja Lust mitzumachen, mich würds interessieren, welche Fakten ihr von euch zusammenkratzt...?


Lavie und Eukulele




6. November 2014

Je mehr man sich Gedanken macht, desto mehr Gedanken macht man sich


Wenn man nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich ist, sondern es da jetzt jemanden gibt, für den man mitentscheiden muss - ein noch hilfloses kleines Menschlein, das darauf angewiesen ist, dass möglichst richtige Entscheidungen getroffen werden - dann ist das erstmal ziemlich erschreckend. Und im Dschungel der Möglichkeiten kann man sich leicht verirren. Je mehr man sich Gedanken macht, desto mehr Gedanken macht man sich!  

Glücklich sind die "Dummen", die, die einfach machen, die nicht hinterfragen. Denn wenn man sich informiert, klingt man schnell wie ein Verschwörungstheoretiker. Noch vor ein paar Monaten wusste ich z. B. nix über die Grundsatzdebatten zum Thema Impfen. Auch war die Frage, ob man sein Kindlein taufen lassen soll im erzkatholischen Bayern oder nicht (bzw. die Beweggründe es zu tun oder eben nicht) gar nicht präsent. Und die verallgemeinernden Horrorstorys zum Thema veganer Ernährung bei Kindern oder sogar ohschrecklassnach Babys. Letzteres geht schon so weit, dass ich mir überlege, ob es nich besser ist, das Thema bei der Kinderärztin gar nicht erst anzuschneiden - womöglich werden sonst künstlich Probleme gesucht, wo keine sind. 

Es ist so schwierig, einen anderen Weg zu gehn. Selbstreflexion ist gut - doch heute schwirrt mir ein bissl der Kopf davon. Aber warum sollte ein Weg, für den man sich bewusst entschieden hat, von dem man überzeugt ist, ... warum sollte man von dem abweichen? Noch dazu für jemanden, der sein ganzes Herz ausfüllt? Nur weil er anders ist?


21. Oktober 2014

happy sewing - Neues aus Baby's Kleiderkammer


(...an dieser Stelle kann sich jeder eine tolle Ein- bzw. Überleitung denken)


Zwei Sets, genäht nach zwei Freebooks von schnabelina: Der Schnitt Trotzkopf ist ein einfaches und geniales Oberteil,  das je nach verwendeten Stoffen komplett anders aussieht. Die Hose Luisa steht dem in nichts nach und ist in null komma nix fertig.


Früher hatte ich ja wirklich großen Respekt vor Schnittmustern. Ich dachte danach zu nähen ist sicher ultra kompliziert und nix für mich. Aber immer nur freestyle herumgurken is auch ned das Wahre, also hab ich mich überwunden und: JUHU, es klappt!




Die Musterstoffe auf meinen Bildern sind Baumwollstoffe, die einfarbigen je dehnbahre Stoffe. Das blaue Set ist komplett Resteverwertung: Der Sternchenstoff liegt schon ewig bei mir rum, hab ich irgendwann mal geschenkt bekommen, weil "du doch so gerne nähst" (und dann ist auf einmal der halbe Keller voll mit alten Stoffen, das letzte Nähprojekt liegt  10 Jahre zurück und die alte, seeehr alte Nähmaschine dümpelt kaputt irgendwo in der Ecke). Der Rest von Oberteil und Hose war ein zu großes Tshirt meines Liebsten und viel zu kuschlig um  in die Altkleidersammlung zu wandern. Und jaaaha, meine Kleine is n Mädl und trägt blau - sieht so schön aus zu den blauen Babyaugen :D

Bei Set Nummero 2 hab ich fürs Oberteil wieder den gleichen Schnitt verwendet, nur dafür dann gekaufte Stoffe. An dem Tierprint konnt ich einfach ned vorbei klicken... soooo süß! Ach und noch leichter zu  nähen als Oberteile sind natürlich Hosen! Neben den Pumphosen, die ich massenweise genäht hab, gefällt mir dieser schlichte Schnitt auch sehr gut. Inklusive Zuschnitt in deutlich unter ner Stunde zu nähen :) Und weil das so kleine Größen sind kann man echt jedes fitzelchen Stoff verwenden. Da tun sich für meine ausgemusterten Klamotten ganz neue Dimensionen auf hihi.

Der Kleiderschrank meines Spatzerls ist also gut gefüllt. Unifarbene Basicteile sind das Einzige, was sich zu kaufen lohnt, immerhin ist bei Selbstgenähtem der Grat zum Eindruck "Wanderzirkus" schmal ;) Zuuu bunt gibts für mich nämlich auch. Na und weil sie ja in dem Alter schnell wächst, muss Mami schön brav für Klamottennachschub sorgen. Ich mags. Man kann so viel ausprobieren, Schnitte abändern und sich schön austoben. Und das Babylein liegt dabei in ihrer Wippe am Nähtisch, schaut sich die ganzen Stoffe neben ihr in den Regalen an und schläft irgendwann vom Gewummer der Nähmaschine ein. Weil die Geräusche, kennt sie ja noch aus ihrer Zeit als Bauchmitbewohnerin :)


So. Dann näh ich jetzt mal meine erste Wendejacke fertig... bestehend aus nem gefütterten Sweat + alten Stoffresten vom Sofabezug meiner Oma ^^



1. Oktober 2014

Aufreger


Vielgelobt, dieses Buch namens "Babyjahre". Aber ich kann einfach nix erst nehmen, was mit so polemischen Aussagen in Sachen Ernährung aufwartet. Natürlich liest man auch da die alte Leier von wegen vegetarische/vegane Ernährung "kann zu Mangelerscheinungen führen". Wow! Das kann jede Art von Ernährung, wenn sie einseitig und unreflektiert ist... aber hauptsach mal wieder voll in die Kerbe hauen können.

Die Menge der Pommes-Veganer, die ich in meinem Leben getroffen hab, hält sich in Grenzen. Sehr in Grenzen. Ist es nicht vielmehr so, dass jemand, der sich für einen veganen Lebensstil entscheidet, dies -  neben der ethischen Gründe - sehr stark wegen seiner Gesundheit macht? Bei mir ist das jedenfalls so. 

Wenn man aus dem Gesundheitsbewusstsein heraus "anders" is(s)t, muss und wird man sich eingehend mit der Thematik befassen. Und wird sehr wohl darauf achten, WAS man da eigentlich grad zu sich nimmt und welche Kombination welcher Lebensmittel optimal ist ... und natürlich lecker schmeckt ;)


Ich bin ja nur froh, dass meine Schwangerschaft so problemlos verlief. Denn damit wurde dann allen, die ganz schockiert mit "WAS?? Du ernährst dich vegan?!" der Wind aus den Segeln genommen.

16. September 2014

Hallo Zukunft!


Die Ferien sind vorbei und die Arbeit beginnt aufs Neue. Nur dieses Mal ohne mich. Schon ein seltsames Gefühl, dass ich jetzt ein Jahr daheim bin. 

 Ein. ganzes. Jahr.

... unfassbar. 


Mein Job ist es jetzt, das Haus in Schuss zu halten und für die Kleine da zu sein. Was auf jeden Fall toll ist! Und ein Glück, dass Kochen zu meinen Hobbys zählt :) Doch ich werd meine Arbeit schon vermissen - bin da immer mit viel (manchmal zu viel) Herzblut dabei. Also willkommen neue Arbeit!

Da könnt ich jetzt glatt rührselig werden. Wenn neue Lebensabschnitte anstehen (und hey, da bin ich schon mittendrin) denk ich mehr an früher und was sein wird als sonst. Da brauchts nur ein Foto von irgendeiner Party und man ist überrascht, wie jung da alle sind. Wo man doch vor nem Wimpernschlag selbst mitgehüpft ist. Einerseits. Andererseits sind die Erinnerungen wie aus einem anderen Leben. Ewig her. Und ewig erscheint es mir auch, wenn ich dran denk, dass irgendwann das kleine Menschlein neben mir feiernd am Wochenende um die Häuser zieht. Wie alt ich dann schon bin. Und mich trotzdem noch an mich in der gleichen Situation erinnern werde können. 

Auch wenn ich an die nächsten Tage und Wochen und Monate denke: 
Welche Augenfarbe bekommt sie? 
Wie wird ihre Stimme klingen? 
Wofür wird sie sich interessieren?

Es bleibt spannend!


6. September 2014

Das volle Programm


Beim DM getrödelt zielorientiert eingekauft, um dann mit einem schreienden Kind weiter zum Supermarkt zu fahren. Die hat Hunger! Beim Herausheben ausm MaxiCosi musste ich dann feststellen, dass die Windel seitlich ausgelaufen war. 

Und was hatte ich im DM nicht gekauft? Richtig. Windeln. Und von wegen kurz einkaufen fahren... die Wickeltasche stand selbstverständlich dekorativ (weil passend zum Kinderwagen) im Kinderzimmer. Zum Glück hatte ich wenigstens ne kleine Decke dabei. Also Kindlein eingewickelt, Kaka-Massaker eingepackt und im Auto gestillt. WUHU! Premiere! Gottseidank ist der Parkplatz recht weitläufig und mit Schattenplätzen, da war das Ganze total problemlos. 


Und wir haben uns dabei nicht eingesaut. 
Check!

4. September 2014

Auf und ab


Ein Baby haben gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle: Zwischen überschäumenden Glücksgefühlen (sie lacht) und düsteren Abgründen (Stunden des Dauergeschreis) ist alles dabei.

Ich versteh auch nicht, warum das Thema Schlafen bzw. nicht-Schlafen so ein großes Thema ist. Mir ists egal, wie oft sie in der Nacht trinken will. Wir schlafen entweder danach sofort ein, oder schon währenddessen. Schlimmer - viiiiiel - schlimmer ist das das Schreien. "Babys schreien nunmal". Ja. Das ist einem schon irgendwie klar. Aber eine Stunde kann verdammt lang sein. 60 Minuten. Und noch viel mehr Sekunden. Und Babygeschrei kann man sich nicht entziehen. Da hilft die Fähigkeit, seine Ohren gefühlt "nach innen zu klappen" leider gar nix. 

Es hilft auch nicht, wenn man die Türen zu macht und es grad von jemand anderem gehütet wird: Das Geschrei geht durch. Und man ist am Verzweifeln. Weil man nicht helfen kann. Weil der kleine Wurm auch mit Tränen in den Augen und Rockkonzert-Lautstärke zuckersüß ist.

Dann ist das Geschrei vorbei und man ist einfach nur glücklich. 

Sie schläft jetzt übrigens gerade... :D