12. Juli 2012

# 4 | Wortschmiede


Ich mag Wörter. 
Ich meine, ich mag sie wirklich. 

Wortspiele, Wortwitze, Vergleiche, lautmalerische Worte und die Intonation von Worten-vielmehr-Sätzen. Und Satzzeichen! Und die Kunstpausen hinter Gedankenstrichen. Und die Endgültigkeit und den Nachhall eines Punktes.

Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich seit ich lesen kann, Bücher verschlinge. Als ich älter war durchstreifte ich wöchentlich die Bibliothek... auf der Suche nach neuem Futter für mein Hirn. 

Manche Wörter - Zeilen - brennen sich regelrecht ein. Dann lese ich sie mehrmals, um sie mit jedem Lesen nur noch mehr in mich aufzusaugen.



So bin ich damals in einem meiner Streifzüge durch die Bibliothek (ich hasse die Abkürzung "Bib") auf den werten Herrn Konstantin Wecker gestoßen. Und genauer: Auf eine Textstelle in einem Lied namens "Liebesflug" von 1981 - ich hab das Lied nie gehört, weiß keine Melodie. Was absolut egal ist, denn diese Worte haben eine ganz eigene Melodie für mich:

__________________________________
Ich reit auf einem
Wattebausch
die Zeit entzwei
____________________________________


An dieser Stelle muss ich der Ethel danken, die weiß zwar nix davon, aber sie hat mir mit ihrem Post "Worte über Worte" aus der Seele gesprochen...


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