23. Juli 2014

Aller guten Dinge sind 3


... oder: Wir sind jetzt eine Familie :)

Letzte Woche um diese Zeit lag ich mit Wehen draußen auf der Terrasse. Eine Stunde später - ich war (sozusagen als Ablenkung/zur Beruhigung, dass es jetzt tatsächlich losgehen könnte) grad dabei noch was fürs Baby zu nähen - kamen die Wehen dann alle 3 bis 5 Minuten. Und nach einem kurzen Spaziergang hab ichs dann tatsächlich auch glauben können: Ja, es geht tatsächlich los. Juhu! 

Nähen - Wehe abwarten - Nähen - Wehe abwarten - ...

Wir waren ganz entspannt und das ist glaub ich auch mit ein Grund, dass die Geburt sehr schnell und reibungslos verlief. In den frühen Stunden des Donnerstagmorgens war die kleine Nachteule dann da und wir als Eltern irrsinnig stolz!

Sicher sind die Geburtswehen nicht gerade das, was ich als meinen Lieblingszustand bezeichnen würde :D ... aber ich meine: Hey, es war ok. Ich wusste ja, warum ich das jetzt aushalten muss, hab versucht ganz positiv zu bleiben und schön alles anzuwenden, was man im Geburtsvorbereitungskurs über Atemtechnik und Co. gelernt hat. 

Das Krankenhaus war toll: Sehr ruhig, alle total freundlich und das Essen richtig lecker :) Am nächsten Tag gings mir, nachdem ich das Schlafdefizit halbwegs ausgegelichen hatte, wieder richtig gut. 

...soo unfassbar winzige Fingernägel

Ja... und die Kleine ... ach! Die ist so unfassbar süß und jedes Mal wenn ich sie ansehe ist sie auf unfassbare Weise noch schöner und süßer geworden!


Ich bin glücklich!


 

16. Juli 2014

Es gibt nix Gutes, außer man tut es


Jederzeit kanns losgehn - oder auch nicht. Das macht die Planung eines Tages oder gar ner Woche irgendwie unmöglich. Ich lebe also momentan einfach in den Tag hinein. Das ist ganz schön so, aber manchmal auch total nervig. 


Was hilft ist nicht untätig zu sein. Der Garten würd mich grad waaahnsinnig reizen, aber der is zwecks Unvereinbarkeit von Kugel + Gartenarbeitsturnerei leider tabu. Also wurde Mister M. eingespannt um meiner voll aufgeflammte Nähliebe in einem adäquatem Zimmerlein Raum zu geben. (Damit sich die stundenlange Inspirationssurferei lohnt). Und ich bin soooo glücklich über den Garnrollenhalter :) Das Beste: Hat nix gekostet, weil alles schon daheim. Und darüber hinaus eine schöne Beschäftigungstherapie für mich 10403 Nägel reinzuhämmern.





Weils ich das Teil so einfach und genial finde, drück ich euch jetzt mal ne kleine Anleitung aufs Auge. Ist meiner Meinung nach nämlich ne super Alternative zu gekauften Teilen, teueren Lochblechen oder der Variante mit Rundstäben/Holzdübeln. Die Lösung für Faule sozusagen :)

❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️
Material: 
Holz(werkstoff) z. B. 70 x 120 cm, Stoffrest (etwas größer als das Holz), Tackerklammern, Nägel, Hakenschrauben, Wanddübel

Werkzeug:
Bleistift, Lineal/Winkel, (Forstner-)Bohrer, Bohrmaschine, Handtacker, Hammer, Schlagbohrmaschine, Wasserwaage

1. Holzwerkstoff in gewünschter Größe kaufen/finden (hier: im Keller herumstehende Dreischichtspanplatte - glaub von ner alten Möbellieferung)

2. Mit nem (Forstner-)Bohrer 2 Löcher für die Aufhängung bohren

3. Stoffrest (hier: abgeschnittenes Ende eines Vorhangs) grob zuschneiden

4. Stoff straff über die Vorderseite des Bretts spannen und auf der Rückseite festtackern

5. Einteilung festlegen. Entweder mit wasserlöslichem Trickmarker oder durch Spannen von Schnüren (befestigt mit Klebeband) ... etwas zeitaufwändig, aber durchaus effektiv

6. Nägel - viiiiiele Nägel - leicht schräg ins Holz schlagen

7. Wand vorbereiten: bohren, Dübel einklopfen und Wandhaken reindrehen

8. Garnrollenhalterung einhängen und bestücken

9. FREUEN!

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Erst wollte ich das Brett ja anmalen, aber das dauuuuert ja ewig ;) Die Rundstab-statt-Nägel-Lösung wurde aus dem gleichen Grund gestrichen: Viel zu aufwändig. Vor allem weil man die Nägel im befüllten Zustand eh nicht mehr sieht.


Das Teil ist übrigens super variabel: Je nachdem welche Abstände die Nägel haben, bzw. ob noch Behälter mit angebracht werden. Und wer nicht näht der könnte das Ganze auch als Schmuckhalter, Washitape-, ...-Aufbewahrung nutzen.



Soooo. Und mit dem Einsortieren und Umsortieren meines alten-neuen Nähzimmerls ist so ein Wartetag gestern schön produktiv rumgegangen :) Und heuuuuteeee... hab ich die Wahl zwischen a) vielleicht ins Krankenhaus fahren b) Babytunikaschnitt an der Nähmaschine testen oder c) meine käsigen Beine in die Sonne halten. 

Ich glaub ich entscheid mich erstmal für c) - bei DEM Wetter!


13. Juli 2014

Warten


13. Juli 2014 - Entbindungstermin. 

Gefühlt hab ich die letzten Wochen nur genäht, gelesen und die Zeit vor dem Fernseher dahintröpfeln lassen. Die Tasche ist gepackt, das Beistellbett wartet auf seinen Einsatz und das Babyzimmer auf ein bisschen Leben. 

Warten. Im Prinzip bin ich noch ganz entspannt. Ein errechneter Termin ist eben errechnet und das Leben lässt sich selten in Zahlengebilde sperren. Also warten. 





...warten und immerhin meine zugemüllen Favouritenlisten am PC aufräumen und bei pinterest einsortieren. Allein die Nähideen fürs Baby bieten stunden tage wochen monatelange Beschäftigung. Schau mal...